Die Kulturrevolution – „So machen wir das hier.“ – Teil 3

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Kulturwandel wird stattfinden – Erfolgreiche Führungskräfte sollten diesen umarmen

 

 

Den Wandel so zu gestalten, dass der Nutzen maximiert und die Risiken minimiert werden, sowohl bei der Auswahl der Tools und Methoden, als auch bei der Kultur, ist eine entscheidende Fähigkeit eines DevOps Leaders. Mit dem richtigen Bewusstsein, den richtigen Werkzeugen und den richtigen Fähigkeiten, um solche Veränderungen zu bewältigen, kann das DevOps-Team die Beteiligten auf einen reibungslosen Transformationspfad führen.

 

 

Es geht nicht nur um Tools

 

 

Die Anhänger von DevOps teilen sich im Allgemeinen in zwei Lager – ich nenne sie liebevoll die  :

 


«Automatisierer» und «Kulturbotschafter»

 

 

 

Die Befürworter der Automatisierung der Build- und Deployment Strecken sehen die Vorteile, die eine gesteigerte Automatisierung bietet, als den primären Kern der Aktivitäten rund um DevOps, weil sie den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich auf Kernprozesse ihrer Projekte und übergeordneten Themen zu konzentrieren, anstatt sich mit überflüssigen Aufgaben zu beschäftigen. Ja, ich stimme in diesem Punkt durchaus zu, jedoch ist diese Sicht der Dinge, wie das meist im (IT)-Leben so ist, nur die halbe Wahrheit….

 

Die Befürworter der  kulturellen Aspekte glauben, dass die Vorteile des Kulturwandels und die verstärkte Kommunikation/Zusammenarbeit, die sich daraus ergeben, der eigentliche Schlüssel zur erfolgreichen Implementierung von DevOps sind.
Die Erfahrung in der Praxis zeigt uns, dass, egal in welchem Lager Du Dich siehst, ein Kulturwandel unausweichlich stattfinden muss, wenn DevOps ein Erfolgsfaktor im Unternehmen werden soll. Von daher war bereits bei den ersten Gedankenspielen zu diesem Thema diese Botschaft in den Köpfen der Vordenker denen wir diese neue Art der Herangehensweise verdienen….und da sind tatsächlich einige zu nennen.

 

Doch nicht nur die Zusammenarbeit ändert sich, auch die Prozesse der Softwareentwicklung und -bereitstellung ändern sich signifikant, und die Beteiligung der unterschiedlichen Teams wird grundlegend verändert.

 

Wie sich die Kultur wandelt, ist weitgehend ein Ergebnis der Unternehmensführung, die den Wandel begleitet und vorleben muss. Hier sehe ich aus meiner Erfahrung die ich in vielen Firmen sammeln durfte, eine, wenn nicht die bedeutendste Hürde die es in einem Transformationsprozess zu nehmen gilt.

 

Es ist spannend und wünschenswert, wenn die Bewegung sich „Bottom-Up“ entwickelt, doch ein Commitment „Top-Down“ ist unausweichlich.

Ist diese Bereitschaft nicht da heisst es nicht, dass man nicht erfolgreich sein wird, vielmehr schaut man sich gemeinsam nach Alternativen um. Wie die Teams damit dann umgehen, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier.

 

 

Begleite die Veränderung, um den maximalen Nutzen zu erreichen

 

 

Ein umsichtiger DevOps-Coach kann die Richtung des kulturellen Wandels mitgestalten. Jedoch braucht eine starke Führung auch einiges an Planung. Man kann den kulturellen Wandel nicht automatisieren und man kann sich auch nicht mit allen Kolleginnen und Kollegen zusammenschliessen, die anders denken oder handeln. Sie können mehr Interaktion zwischen den Entwicklern und dem Betrieb planen, um das Verständnis und die kollektive Lösung zu fördern. Du kannst die Interaktion zwischen den Entwicklern und dem Betrieb besser beeinflussen, um ein besseres Verständnis und kollektive Lösungen zu fördern. 

 

Deine Teams sind vielseitig, die sich aus Spezialisten verschiedener Disziplinen zusammensetzen, die an gemeinsamen Zielen, Sprachen und Praktiken arbeiten.  
Die teamübergreifende Wiederverwendung von Tools, Methoden und sogar Code muss von den DevOps Coaches erleichtert werden, die die DevOps-Kultur im weiteren Sinne verstehen. 

 

Die Menschen werden denen folgen, die sie inspirieren. Hier liegt der Schlüssel nicht nur die Entwickler und Operator zu gewinnen, sondern auch gerade das Top Management, welches man doch zu gerne auf seiner Seite wissen möchte.

 

 

 

Rationalisierung erfordert Kommunikation

 

Das Auffinden von «Bottlenecks» in den IT-Systemen erfordert Verständnis zwischen ansonsten ungleichen Teams und Mitarbeitern. Unabhängig davon, ob das Management darauf vorbereitet ist oder nicht, wird die Kommunikation zwischen diesen Teams, ebenso wie das Verständnis untereinander zunehmen.

 

Doch diese neue Art der Kommunikation braucht einen Verfechter, ja einen Advokaten, denn sie wächst nicht gleichmässig in den Teams. Jemand muss aktiv Barrieren abbauen und die Kommunikation fördern. Dies ist einer der Kernpunkte von DevOps.
Ein besseres Verständnis für die Ursachen von Problemen, die funktionale Grenzen überschreiten, ist ein notwendiger Schritt zur Beseitigung dieser Engpässe. Und ein starker DevOps-Moderator verbringt Zeit und Mühe damit, die Kommunikation im gesamten Team zu ermöglichen.

 

 

In diesem Sinne wünsche ich uns ein friedliches Miteinander nicht nur im Beruf 😉

 

 

Nächste Woche bestimmen wir die Werteströme, äh ich meine die Value Streams 😊

 

Sven Ossenberg

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