Die Kulturrevulotion– „So machen wir das hier.“ – Teil 2

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Hallo Ihr lieben Agilisten, wie versprochen geht es in dieser Woche um die oben erwähnten Unterschiede……..

 

Hauptunterschiede zwischen DevOps und traditionellem IT-Management

 

 

Bei der traditionellen – allgemein als Wasserfall bezeichneten – Methode des Software-Development-Lifecycle waren Entwicklung, Qualitätssicherung, Security und Betrieb völlig getrennte Bereiche, die seriell an großen Projekten arbeiteten.

Die Entwickler würden eine Anwendung über Monate oder Jahre hinweg designen und entwickeln und dabei die anderen Projektteilnehmer nur relativ spät in das Projekt einbinden. Viele Teams bezogen QA, Security oder Operations erst dann ein, wenn die Entwicklungsphase „abgeschlossen“ war. Das Problem jedoch zeigte sich darin deutlich, dass ohne den Input der anderen drei Gruppen das Projekt nicht wirklich beendet war.

DevOps überwindet dieses Problem, indem frühere nachgelagerte Aktivitäten und Teams früher in den Entwicklungszyklus eingebunden werden, während sich wiederholende Aufgaben, die normalerweise zeitaufwendig sind, automatisiert werden. Dieser Ansatz rationalisiert einen komplexen Prozess, indem Checks frühzeitig eingesetzt werden und nicht so viel manuelles Eingreifen erforderlich ist. Uns begegnen immer wieder diese Herausforderungen bie der Beratung.

Die Strickfallen sind vielen bekannt, eine Lösung ist bereits im Kopf und das Budget für ein Tool bereitgestellt. (hier fällt mir auch gerade ein Thema für einen Blog ein: Was war zuerst da: das Tool oder der Prozess 🙂 )

Ganz so einfach ist es nun doch nicht denn,…

 

…DevOps verändert auch die Teamdynamik

 

Wo es früher für jeden der vorgegebenen IT-Bereiche (die Silos) separate Linienmanager gab, gibt es jetzt den «Servant Leader», der für jedes einzelne Mitglied eines jeden funktionsübergreifenden Produktteams verantwortlich ist.
Der Servant Leader schafft Rahmenbedingungen, um jeden einzelnen in seinen Skills zu befähigen und dabei zu unterstützen, gemeinsam auf das übergeordnete Lieferobjekt hinzuarbeiten. Es geht letztendlich auch im DevOps darum, die Schaffung eines Mehrwerts für das Unternehmen durch effiziente Software Entwicklung zu ermöglichen.

 

 

Schön zu erkennen, dass Lean, Scrum, DevOps und sogar ITIL sich aufeinander zu bewegen. Kundenorientierung und Wertstromanalyse gab es auch schon in den vergangenen Jahrzehnten, doch Value Stream Mapping hört sich eben schicker an.

 

Transformationale Führung, wieder so ein Wort in aller Munde in technisch orientierten Firmen, inspiriert andere und macht den Weg frei für eine neue Art zu denken und zu handeln.

 

Entscheidungsträger wissen, was es braucht um die Arbeit zu erledigen und können zudem Hindernisse aus dem Weg räumen, um Requests schneller zu beantworten. So entstehen in kurzer Zeit sichtbare Ergebnisse. Während klassische Aufgaben der Personalführung noch immer ein Teil der Führungsverantwortung sind, steht das Befähigen der Mitarbeiter mittlerweile im Mittelpunkt.

 

Wir bewegen uns auf eine neue Führungskultur zu, wobei der Fokus nicht mehr auf den Silos liegt, sondern auf das Nutzen von Synergien von teamübergreifenden Funktionen. Das IT-Management muss sicherstellen, dass die Teams ihre Ziele erreichen und gleichzeitig sicherstellen, dass teamübergreifende Trends genutzt werden können um die Produktivität zu steigern und noch schneller auf die Anforderungen des Unternehmens zu reagieren.

 

Eine neue Methodik oder ein neuer Prozess kann in einem Team ausprobiert werden und das teamübergreifende Management kann anhand der Ergebnisse in Erwägung ziehen, alle Teams auf die Nutzung der Methodik oder Prozesses umzustellen.

Ähnlich wie bei Pilotprojekten nach dem traditionellen Modell, jedoch mit einer stärkeren Verankerung und einer stärkeren Standardisierung im Unternehmensumfeld.

 

Nächste Woche geht es, um den fortschreitenden Kulturwandel und wie sich starke Führungskräfte dieses zu nutzen machen, in diesem Sinne, be agil! Euer Sven

 

Sven Ossenberg
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